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Q2-Ergebnisübersicht: TSMC führt den KI-Aufschwung an, Netflix ist als Nächstes dran

Die Berichtssaison für das zweite Quartal gewann am Donnerstag, dem 16. Juli, weiter an Fahrt, wobei die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) Rekordquartalsergebnisse vorlegte, da die Nachfrage nach KI-Chips weiterhin außergewöhnlich stark war. Der Bericht folgte auf eine Reihe von über den Erwartungen liegenden Ergebnissen von ASML, Morgan Stanley, Johnson & Johnson und BlackRock, was die anhaltende Widerstandsfähigkeit in den Sektoren Halbleiter, Finanzen und Gesundheitswesen unterstreicht. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf Netflix, das seine Ergebnisse nach Börsenschluss in den USA veröffentlichen wird. 

Händler, der bei der Analyse von Charts ein digitales Tablet nutzt

TL;DR

  • TSMC meldete Rekordgewinne für das zweite Quartal, da die Nachfrage nach KI-Chips weiter anstieg.

  • ASML übertraf die Erwartungen und hob aufgrund starker Investitionen im KI-Bereich seinen Ausblick für 2026 an.

  • Morgan Stanley verzeichnete Rekordumsätze und -gewinne, die vor allem auf das Handelsgeschäft und das Investmentbanking zurückzuführen waren.

  • Johnson & Johnson übertraf die Erwartungen und hob seine Prognose für das Gesamtjahr an.

  • BlackRock überschritt erstmals die Marke von 15 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen.

  • Netflix legt nach Börsenschluss heute seine Zahlen vor, wobei die Anleger ihr Augenmerk auf das Wachstum im Werbegeschäft und die operativen Margen richten.

Wichtige Ergebnisse des zweiten Quartals 

ASML hebt Prognose an, da die Nachfrage nach KI weiterhin stark ist

Gestern, am Mittwoch, dem 15. Juli, hat ASML seine Geschäftszahlen veröffentlicht. Der Technologieriese legte erneut ein starkes Quartal vor und meldete:

  • Umsatz: 9,33 Mrd. € (10,66 Mrd. US$)

  • Jahresüberschuss: 2,92 Mrd. € (3,33 Mrd. US$)

  • Bruttomarge: 54,0 %

Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn übertrafen die Konsensschätzungen der LSEG. Noch wichtiger für Anleger ist jedoch, dass der niederländische Hersteller von Halbleiterausrüstung seine Umsatzprognose für 2026 angehoben hat und dies mit anhaltenden Investitionen seitens der Hersteller von KI-Chips begründete.

CEO Christophe Fouquet erklärte, die Kunden bauten ihre Produktionskapazitäten weiter aus, da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weiterhin stark sei.

Die Ergebnisse bestärkten den Optimismus hinsichtlich der Investitionsausgaben im Halbleiterbereich, trotz der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit den Exportbeschränkungen gegenüber China.

Morgan Stanley übertrifft die Erwartungen im Handels- und Investmentbanking-Geschäft

Morgan Stanley meldete gestern ebenfalls besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal und setzte damit den positiven Trend bei den großen US-Banken fort. Die Investmentbank verzeichnete einen Rekord-Nettoumsatz von 21,35 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die Erwartungen der Analysten von etwa 19,7 Milliarden US-Dollar übertraf. Der Nettogewinn stieg um 58 % auf 5,58 Mrd. US-Dollar, während der Gewinn pro Aktie mit 3,46 US-Dollar einen neuen Rekordwert erreichte und damit die Konsensschätzungen deutlich übertraf.

Zu den Höhepunkten zählten:

  • Umsatz: 21,35 Mrd. US-Dollar (gegenüber erwarteten ~19,7 Mrd. US-Dollar)

  • Gewinn je Aktie: 3,46 US-Dollar (gegenüber erwarteten ~2,9 US-Dollar)

  • Umsatz aus dem Aktienhandel: 6,3 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg um 69 % gegenüber dem Vorjahr und damit der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte

  • Umsatz im Investmentbanking: 2,44 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg um 58 %, gestützt durch robuste Aktivitäten im Bereich Börsengänge und Beratung

  • Vermögensverwaltung: Im Quartal wurden Netto-Neugeldzuflüsse in Rekordhöhe von 148 Mrd. US-Dollar verzeichnet.

Morgan Stanley profitierte von einer regen Kundenaktivität, einem sprunghaften Anstieg des KI-gestützten Handels, stärkeren Kapitalmärkten und einem stabilen Vermögensverwaltungsgeschäft, was die im gesamten US-Bankensektor zu beobachtende Gewinndynamik weiter verstärkte.

Johnson & Johnson hebt die Prognose für das Gesamtjahr an

Auch Johnson & Johnson legte am Mittwoch besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal vor und übertraf damit die Schätzungen der Wall Street sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz.

Das Gesundheitsunternehmen:

  • Gewinn je Aktie (EPS): 2,90 US-Dollar (bereinigt) gegenüber erwarteten 2,85 US-Dollar

  • Umsatz: 25,31 Milliarden US-Dollar gegenüber erwarteten 24,98 Milliarden US-Dollar (Anstieg um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr)

  • Umsatz im Bereich Innovative Medicine: 16,17 Mrd. US-Dollar, ein Anstieg von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr

  • Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) für 2026: angehoben auf 11,60–11,75 US-Dollar (von 11,45–11,65 US-Dollar)

  • Umsatzprognose für 2026: angehoben auf 100,8–101,4 Mrd. US-Dollar

Die Unternehmensleitung verwies auf die anhaltende Stärke im Geschäftsbereich „Innovative Medicine“, während sich der Bereich „MedTech“ weiterhin als widerstandsfähig erwies. Die Anleger richteten ihr Augenmerk zudem auf die angehobene Gesamtjahresprognose, die das Vertrauen in die Geschäftsentwicklung des Unternehmens in der zweiten Jahreshälfte 2026 signalisiert.

BlackRock überschreitet die Marke von 15 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen

Der Vermögensverwaltungsriese BlackRock meldete gestern erneut ein Rekordquartal.

Zu den wichtigsten Höhepunkten zählten:

  • Gewinn je Aktie (EPS): 13,91 US-Dollar (bereinigt; gegenüber erwarteten 12,57 US-Dollar); GAAP-Gewinn je Aktie: 12,19 US-Dollar

  • Umsatz: 7,08 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 31 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (gegenüber erwarteten 6,72 Milliarden US-Dollar)

  • Verwaltetes Vermögen (AUM): 15,34 Billionen US-Dollar – das Unternehmen hat damit erstmals die Marke von 15 Billionen US-Dollar überschritten

  • Netto-Kundenzuflüsse: 192 Milliarden US-Dollar im Quartal, angeführt von einer starken Nachfrage nach ETFs

  • Höhere Verwaltungsgebühren und anhaltende ETF-Zuflüsse

  • Starke operative Entwicklung mit einem Anstieg des Betriebsergebnisses um 42 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Die steigende Nachfrage der Anleger nach passiven Anlageprodukten und ein starker Aktienmarkt trugen dazu bei, die Gewinne trotz anhaltender Marktvolatilität zu stützen. Die Ergebnisse unterstrichen die anhaltende Widerstandsfähigkeit der Vermögensverwaltungsbranche, wobei BlackRock von einem Rekordvermögen, robusten ETF-Zuflüssen und höheren Gebühreneinnahmen profitierte.

TSMC meldet Rekordgewinne im zweiten Quartal

Heute, am Donnerstag, dem 16. Juli, hat die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt, da die steigende Nachfrage nach KI-Chips weiterhin für eine Rekordrentabilität sorgte und die Führungsposition des Unternehmens in der Herstellung fortschrittlicher Halbleiter festigte.

Hier sind die wichtigsten Highlights:

  • EPS (Nettogewinn): 706,6 Mrd. T$ (21,99 Mrd. US$), +77 % im Jahresvergleich (gegenüber erwarteten 632,6 Mrd. T$)

  • Umsatz: +36 % im Jahresvergleich, ein Rekordhoch, das die Marktprognosen übertraf.

  • KI-Nachfrage: Die starke Nachfrage nach 3-nm- und 2-nm-KI-Chips sowie nach fortschrittlichen CoWoS-Verpackungslösungen trieb das Wachstum weiterhin an.

  • Prognose: Analysten erwarten, dass TSMC seine Prognose für das Gesamtjahresumsatzwachstum nach oben korrigieren und möglicherweise auch die Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2026 (bisher 52–56 Mrd. US-Dollar) anheben wird.

  • Investition in Arizona: Das Unternehmen investiert weiterhin 165 Mrd. US-Dollar in Halbleiterfertigungsanlagen in den USA.

  • Aktienkursentwicklung: Die Aktie hat seit Jahresbeginn um 59 % zugelegt, bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,97 Billionen US-Dollar.

Als Nächstes: Vorschau auf die Netflix-Geschäftszahlen

Netflix wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 voraussichtlich am 16. Juli nach Börsenschluss veröffentlichen. Die Anleger beobachten gespannt, ob der Streaming-Riese sein Umsatzwachstum und seine Margenausweitung aufrechterhalten kann, während er gleichzeitig sein Werbegeschäft vorantreibt. 

Laut S&P Global Market Intelligence gehen die Konsensschätzungen von Folgendem aus:

  • Umsatz: 12,6 Mrd. US-Dollar (Visible Alpha-Konsens)

  • Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026: 51,3 Mrd. US-Dollar

  • Operative Marge: 33 % für das 2. Quartal erwartet; 32 % für das Geschäftsjahr 2026

  • Werbeeinnahmen (2. Quartal): werden voraussichtlich 666 Mio. US-Dollar erreichen

  • Werbeeinnahmen für das Geschäftsjahr 2026: Erwartet werden 3,3 Mrd. US-Dollar

  • Wachstumstreiber: Anhaltendes Mitgliederwachstum, geringere Abwanderungsrate, breiteres Inhaltsangebot, Ausbau der werbefinanzierten Tarife und Wachstum im Gaming-Bereich.

  • Langfristiger Ausblick: Analysten erwarten, dass sich die operativen Margen in den kommenden Jahren weiter verbessern werden, obwohl weiterhin diskutiert wird, wie schnell Netflix seine Betriebskosten erhöhen wird. (Quelle: SPGlobal)

Dennoch handelt es sich hierbei lediglich um Marktprognosen, und nur die Zeit wird zeigen, was die Zukunft für diesen Streaming-Riesen bereithält.

Schlussfolgerung 

Die jüngste Welle von Unternehmensergebnissen scheint darauf hinzudeuten, dass Investitionen in künstliche Intelligenz auch 2026 eines der wichtigsten Themen bleiben, die die Unternehmensleistung vorantreiben.

Die führenden Halbleiterhersteller TSMC und ASML profitierten weiterhin von der robusten Nachfrage nach hochmodernen Chips und Fertigungsanlagen, während Morgan Stanley, Johnson & Johnson und BlackRock im Finanzdienstleistungs- und Gesundheitssektor ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellten.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Netflix, dessen Ergebnisse weitere Einblicke in die Konsumausgaben, das Werbewachstum und die Rentabilität in der zweiten Jahreshälfte geben könnten.

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Die oben genannten Angaben dienen ausschließlich Marketingzwecken und der allgemeinen Information; es handelt sich lediglich um Prognosen, die nicht als Anlageanalyse, Anlageberatung oder persönliche Empfehlung zu verstehen sind.

FAQs

Warum waren die Ergebnisse von TSMC für das zweite Quartal so wichtig?

TSMC vermeldete einen Rekordquartalsgewinn und -umsatz, der auf die starke Nachfrage nach fortschrittlichen KI-Chips und Verpackungstechnologien zurückzuführen ist. Die Ergebnisse unterstrichen die zentrale Rolle des Unternehmens in der globalen KI-Lieferkette.

Warum hat ASML seine Prognose angehoben?

ASML hob seine Umsatzprognose für 2026 an, nachdem das Unternehmen besser als erwartete Ergebnisse vorgelegt hatte, und begründete dies mit den anhaltenden Investitionen der Halbleiterhersteller zum Ausbau ihrer Produktionskapazitäten für KI-Chips.

Was war der Grund für das starke Quartal von Morgan Stanley?

Rekordumsätze im Aktienhandel, eine Erholung im Investmentbanking und anhaltendes Wachstum im Vermögensverwaltungsgeschäft verhalfen Morgan Stanley zu Rekordumsätzen und -gewinnen.

Warum richten Investoren ihr Augenmerk auf die Ergebnisse von BlackRock?

BlackRock war der erste Vermögensverwalter, dessen verwaltetes Vermögen die Marke von 15 Billionen US-Dollar überschritt, was auf anhaltende Zuflüsse in ETFs und eine starke Nachfrage der Anleger nach passiven Anlageprodukten zurückzuführen ist.

Was erwarten Analysten von Netflix?

Analysten gehen davon aus, dass Netflix einen Umsatz von rund 12,6 Milliarden US-Dollar ausweisen wird, wobei die Anleger nach dem Ausbau des werbefinanzierten Geschäfts die Werbeeinnahmen, die operativen Margen und das Abonnentenwachstum genau im Auge behalten.

Was lässt diese Berichtssaison über den Gesamtmarkt erkennen?

Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ausgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz weiterhin ein wichtiger Wachstumsmotor sind, während Finanzinstitute und Unternehmen des Gesundheitswesens trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit weiterhin stabile Gewinne verzeichnen.

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